Über die Oberstufe Engelberg

Engelberg um 1900 Engelberg um 2000
Engelberg um 1900 Engelberg um 2000

"Ein idyllisches Alpental mit düsteren Wäldern, schwellenden Matten, rauschenden Sturzbächen, mit hochragenden Felszacken, grauen Felswänden, mit übergletscherten Bergriesen, voll schreckhafter Grossartigkeit und süsser Lieblichkeit, voll Erhabenheit und stillem Frieden, durchwürzt von dem kräftigen Hauche der Alpennatur, abgeschlossen von der übrigen Welt eine kleine Welt für sich, bevölkert von einem urwüchsigen Schlage einfacher, tüchtiger Menschen, umrankt und umwoben von alten Sagen und verklärt von dem Dufte der Dichtung. -
Das ist das Engelberger Tal." (Fleiner 1890, 3)


Engelberg, bekannter Kur- und Ferienort in der Zentralschweiz, liegt ca. 35 Kilometer von Luzern entfernt als Exklave des Kantons Obwalden auf 1'000 Meter Höhe über Meer. Das Benediktinerkloster, 1120 vom Freiherrn Konrad von Sellenbüren gegründet, beeinflusste die Geschichte des Tals wesentlich, war doch Engelberg bis zur Französischen Revolution ein "Miniaturstaat" unter geistlicher Aegide. Heute zählt Engelberg gut 4'000 Einwohner, zu diesen kommen fast 7'000 Gästebetten in Hotels und Ferienwohnungen.


Nach einem Jahr Kindergarten besuchen die jungen EinwohnerInnen von Engelberg im renovierten, unter Heimatschutz stehenden Dorfschulhaus entweder direkt - oder indirekt per Einführungsklasse - sechs Jahre die Primarschule. Dann gehen die Wege der Jugendlichen auseinander. Wer den prüfungsfreien Uebertritt in die Sekundar- oder Gymnasialstufe geschafft hat, wechselt an die Stiftsschule Engelberg, beheimatet hinter hohen Mauern des Klosters Engelberg. Für die restlichen SchülerInnen ist das ehemalige Schwesternhaus reserviert - dort wird die Oberstufe Engelberg unterrichtet.

ehemaliges Schwesternhaus
ehemaliges Schwesternhaus - heute Heimat der Oberstufe Engelberg

Die Oberstufe Engelberg entstand 1992 aus der Zusammenführung der Realschule und der Werkschule und wurde vom Schulrat Engelberg als dreijähriges Versuchsprojekt bewilligt. Während dieser Zeit erlebte die Dorfschule Engelberg die Aufhebung der Hilfsschule auf der Primarschulstufe und die gleichzeitige Einführung der Heilpädagogischen SchülerInnenhilfe HPSH (heute IF). Ab diesem Zeitpunkt wurde die ganze Dorfschule Engelberg, mit Ausnahme der Einführungsklasse, integrativ geführt. 1995 stellten die drei damaligen Lehrpersonen der Oberstufe Engelberg (Sepp Meier, Jürg Jedelhauser und Hans Matter) den Antrag, die Oberstufe Engelberg definitiv beizubehalten und mit heilpädagogischen Fördermassnahmen anzureichern. Dieser Antrag wurde im März 1995 vom Schul- und Gemeinderat Engelberg bewilligt.


Unser Schulhaus von aussen ... ... und von innen
Unser Schulhaus von aussen ... ... und von innen

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